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 Foto: © Lizzy Tewordt/ PIXELIO Hier möchten wir Ihnen einige Informationen zu Wespen, Hornissen ... geben.
Wespen, Bienen und ähnliche Insekten, (sogenannte Hymenopteren) stellen keine Gefahr dar. Alle diese Insekten können stechen. Der Stich ist zwar schmerzhaft, jedoch in der Regel nicht gefährlich oder gar tödlich. Lediglich für Menschen mit Insektengiftallergie können Stiche schwerwiegende Folgen haben.
Diese Tiere üben eine wichtige Bestandsregelung bei Ernte- und Forstschädlingen aus und bestäuben zahlreiche Wild- und Kulturpflanzen.
Wespen unterstehen dem allgemeinen Schutz wild lebender Tiere (BNatSchG § 41). Das heißt, ohne einen triftigen Grund dürfen diese Tiere nicht gefangen, verletzt oder getötet werden.
Hornissen und sämtliche Wildbienenarten wie die Hummeln gehören gemäß dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG § 41 und 42) in Verbindung mit der Verordnung zum Schutz wild lebender Tier- und Pflanzenarten (Bundesartenschutzverordnung - BArtSchVO) zu den besonders geschützten Arten. Nach den gesetzlichen Bestimmungen ist es u.a. verboten, wild lebenden Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen sie zu fangen, zu verletzen, zu töten oder ihre Entwicklungsformen, Nist-, Brut-, Wohn- oder Zufluchtstätten der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören. Bei der Umsiedelung oder gar Beseitigung eines Hornissen- oder Hummelnestes ist ein Antrag auf Befreiung von den artenschutzrechtlichen Verboten erforderlich. Verstöße gegen Artenschutzbestimmungen können als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße oder in bestimmten Fällen ab Straftat geahndet werden.
Auch die Feuerwehr muss sich an diese Bestimmungen (ThGNL, BNatSchG, BArtSchVO) bei ihrer Tätigkeit halten.
Aus dem Hornissenleben:
Ein Hornissenvolk lebt von Ende Mai - Nestgründung durch eine überwinterte Königin - bis Ende Oktober. Der Höhepunkt der Populationsentwicklung wird erst im Spätsommer - August/September - erreicht. Häufig wird man auf diese Insekten erst aufmerksam, wenn der Höhepunkt der Volksentwicklung mit etwa 100 - 300 Nestinsassen erreicht ist. Dann ist das natürliche Absterben der Völker nicht mehr fern, denn spätestens ab Oktober nimmt die Zahl der Hornissen zunehmend rascher ab, bis das Volk nach dem Abfliegen der Geschlechtstiere, die im Laufe des Spätsommers/Herbstes aufgezogen werden, gegen Ende Oktober mit der alten Königin eingeht. Der verlassene Wabenbau wird im Folgejahr nicht wieder bezogen, zuweilen jedoch der Nistplatz. Hornissen ernähren sich von Baumsäften, aber auch von Nektar und Obst. Ihre Brut füttern sie mit frisch erbeuteten Insekten, Raupen und anderen. Dabei können sie durchaus Regulationsaufgaben im natürlichen Artengefüge erfüllen. In naturnahen Gärten können Hornissen daher neben interessanten Beobachtungen Dienste bei der natürlichen Schädlingsbekämpfung bieten.
Der richtige Umgang mit Hornissen:
Wer ein Hornissenvolk beobachten will, sollte sich zuvor mit dem Verhalten der Tiere vertraut machen.
Grundsätzlich gilt:
Hornissen bleiben friedfertig, wenn sie in Ruhe gelassen werden. Wie alle Staaten bildenden Insekten reagieren sie im Nestbereich - etwa 2m bis 4m (je nach Volksstärke und Neststandort) um den Nistplatz herum - auf ganz bestimmte Störungen d.h., sie werden dann Störenfriede attackieren, um ihr Volk mit seinem Wabenbau, der Brut und der Königin zu verteidigen. Als Störungen im Nestbereich werden empfunden:
- heftige Bewegungen,
- plötzliche stärkere Erschütterungen des Nistplatzes,
- längeres Verstellen der Flugbahn,
- Anatmen der Hornissen, z. B. bei der Nahbeobachtung der Tiere auf den Waben,
- Manipulationen am Wabenbau oder am Nestzugang,
- Betrieb eines Motorgerätes (z. B. eines Rasenmähers) direkt vor dem Nest.
Hornissen, die außerhalb des Nestbereiches (weiter als ca. 2m bis 4m vom Nest entfernt) auf der Suche nach Beute oder Baumaterial umherfliegen, weichen Störungen oder Bedrohungen durch Flucht aus. Von Bedeutung ist, dass sie bei der Nahrungssuche nicht wie bestimmte Wespenarten den Menschen sehen anfliegen. Hornissen sind daher am Kaffeetisch oder an Limonadenflaschen nicht zu finden. Da Hornissen selbst in der Dämmerung aktiv sind, fliegen sie zuweilen nächtliche Lichtquellen an, von denen sie sich - ähnlich wie andere Nachtinsekten - nicht mehr lösen können. Diese Tiere haben jedoch keinerlei Angriffstrieb. Durch Löschen des Lichts - die Hornissen orientieren sich wieder und fliegen ab -, rechtzeitiges Schließen der Fenster vor dem Anschalten des Lichts oder durch den Gebrauch von Fliegendraht vor den Fenstern lasst sich bei etwas Verständnis für die Biologie dieser Tierart leicht Abhilfe schaffen.
Ausführliche Informationen zu Hornissen, Hummeln und Wespen finden Sie auf der Internetseite www.hornissen-hummeln.de .
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